Eine Maschineninvestition, die Neuorganisation einer Werkstatt, die Internalisierung eines Verfahrens: Früher oder später landet ein Industrieprojekt bei der Finanzabteilung. Dieselbe Sprache zu sprechen, ist ein entscheidender Vorteil.
| Kennzahl | Formel | Die Frage, die sie beantwortet |
|---|---|---|
| ROI — Kapitalrendite des Projekts | Nettogewinn des Projekts ÷ investierter Betrag × 100 | Bringt dieses Projekt mehr ein, als es kostet? |
| ROE — Eigenkapitalrendite | Reingewinn ÷ Eigenkapital × 100 | Verzinst das Unternehmen das Geld seiner Aktionäre gut? |
| ROA — Gesamtkapitalrendite | Reingewinn ÷ Total der Aktiven × 100 | Nutzt das Unternehmen seine Produktionsmittel gut? |
Was man im Kopf behalten sollte
- Der ROI ist einfach und universell, ignoriert aber Zeit und Risiko: Derselbe ROI über ein Jahr oder über fünf Jahre hat nicht denselben Wert.
- Der ROE kann durch Verschuldung geschönt werden: Er ist mit dem Branchendurchschnitt zu vergleichen.
- Der ROA ist in der Industrie besonders aussagekräftig, wo der Maschinenpark schwer wiegt; er hängt jedoch vom Alter und von der Abschreibung der Anlagen ab.
Ein gutes Industrieprojekt verteidigt man mit Zahlen, entschieden wird es aus Überzeugung.
Für eine Betriebsleitung hat der ROA eine sehr konkrete Bedeutung: Die Auslastung der bestehenden Maschinen zu verbessern, erhöht die Gesamtkapitalrendite ohne Investition. Das ist oft der erste Hebel, bevor man kauft.
Das Wichtigste
- ROI: ein Projekt. ROE: die Aktionäre. ROA: die Produktionsmittel.
- Immer über die Zeit und mit der Branche vergleichen.
- Das Bestehende besser zu nutzen, verbessert den ROA ohne Investition.



